Teil einer Konfliktbewältigung kann auch eine Anzeige oder den Gang vor ein Gericht beinhalten.
Persönliche Konfliktbewältigung
- Sich Entspannen, Yoga, Beten
- Hobbies ausüben wie z.B. , Musik hören, Zimmergärtnerei, Lesen, Basteln, etc.
- Tagesreisen, Ferien, Ausflüge in die Natur
- Sich etwas Gutes Kochen
- Auf Gesundheit und Körperpflege achten
- Auf das Gleichgewicht zwischen Geselligkeit und Einsamkeit achten
- Einen Sport ausüben, z.B. in einer Gruppe oder einem Verein
- Ausgehen, Kino, Bowling, Billard, Minigolf, Spielabende, etc.
- Ab und zu kräftig fluchen, dient zum Abbau von Aggressionen (Nur im stillen Kämmerlein!)
- Ablenkung oder Verantwortung suchen mit sozialen Kontakten (eigene Kinder, Eltern, Geschwister, Göttikinder, etc.)
- Sich vermehrt mit Hausarbeit beschäftigen
- Stärkeres identifizieren mit der Erwerbsarbeit
- Persönliche Gedanken in ein Tagebuch eintragen (mit Datum- und Zeitangabe)
- Alkohol, z.B. 1-2 Bier zum Entspannen oder Einschlafen (kein Besäufnis!)
- Sich nicht aufgeben!!!
Konfliktbewältigung mit Hilfe von Drittpersonen
- Gespräche mit Familienangehörigen und Freunden (um Zuspruch, Trost oder Nothilfe zu erhalten)
- Gespräche mit Arzt oder Psychologen Seelsorger (professionelle Hilfe zur Konfliktbewältigung)
- Gespräche mit Opferhilfestellen (zur Abklärung für unentgeltliche Rechtspflege oder andere Unterstützung)
- Gespräche mit Selbsthilfegruppen, Männer- und Vätervereinen (um sich zu vergewissern, dass man nicht der Einzige Mann ist, der Opfer häuslicher Gewalt einer Frau wurde)
- Gespräche mit dem Chef oder Vorgesetzten (z.B. wenn die Arbeitsleistung unter dem Konflikt leidet)
- Evtl. Gewalterlebnisse an die Öffentlichkeit bringen
- Sich nicht aufgeben!!!
Rechtliche Konfliktbewältigung
- Finanzen Gut einteilen, abwägen zwischen „sich etwas gönnen“ oder auffüllen der Kriegskasse
- Evtl. Anzeige gegen die gewalttätige Partnerin einreichen
- Freundlich und zurückhaltend mit den Beamten umgehen
- Umgang mit Behörden schriftlich oder mit Zeugen pflegen und Fristen setzen
- Während und nach Gesprächen mit Behörden Notizen über Ablauf und Inhalt machen
- Zur Beweissicherung Behörden um Kopien wichtiger Unterlagen bitten
- Behörden um Rechtsbelehrung bitten
- Einen erfahrenen Anwalt beiziehen
- Sich nicht aufgeben!!
Häusliche Gewalt und Haustiere
Wen Kinder, Männer oder Frauen von häuslicher Gewalt betroffen sind, können Haustiere eine überaus wichtige Rolle im Leben betroffener Menschen einnehmen. Ich kann nicht sagen welches Tier in bestimmten Situationen hilft, ich kann lediglich berichten, was ich erleben durfte.
Nach Gewalttätigkeiten ausgehend von meiner Partnerin suchte „Pumi“ (eine schwarze alte Katze) immer meine Nähe, besonders wenn ich nachts schlaflos im Bett lag. Sie, Pumi legte sich jeweils dicht an meinem Kopf gedrängt und schnurrte was das Zeug hielt und beruhigte mich dermassen, dass ich einschlief. Auch wenn extreme Spannungen herrschten war die schwarze alte Dame immer bei mir. Ich hatte sehr positive Erfahrungen mit diesem Tier gemacht. Na ja, vielleicht habe ich das getan was sie wollte und nicht umgekehrt, aber sie hatte mir stets in einer schweren Zeit beigestanden.
Jahre nach der Trennung von meiner Partnerin musste ich erfahren, dass Pumi inkontinent war und darum misshandelt wurde. Ich nehme an, dass diese Katze nicht mehr am Leben ist, sie wird mir immer in Erinnerung bleiben.
Übrigens ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Tiere für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen förderlich sind.
Daniel Neuhaus, Vater von zwei Kindern, Mechaniker, www.mann-als-opfer.com
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