Gestaltung von Interventionsprojekten
- Massgebend für die Statistiken betreffend häuslicher Gewalt ist das Opferbewusstsein der Männer und deren Bereitschaft darüber zu reden. (Änderung des Rollenverhaltens)
- Das beinhaltet geschlechtsneutrale Formulierungen in Flyern, Interventionsprojekten und Gesetzestexten. (Schlechtes Beispiel, Interventionsprojekt BL)
- Was nicht unterschätzt werden darf, ist das Verhalten der Ämter und Behörden sowie die Einsicht, dass auch Männer in nennenswertem Ausmass Opfer häuslicher Gewalt werden können. Es darf nicht sein, dass Männer die sich wehren Gefahr laufen sich strafbar zu machen nur weil diese nicht angehört wurden. (Dies wäre in höchstem Masse heuchlerisch)
- Weitergehen müsste es mit einer geschlechsneutralen Beratung bei der Polizei. Diskriminierend wäre wenn man der Frau bei häuslicher Gewalt zur Anzeige rät, während dem Mann den Gang zum Friedensrichter nahe gelegt wird. (Das ist kein Witz! Einem von mir betreuten und betroffenen Mann wurde 2006 von einer Polizistin geraten zum Friedensrichter zu gehen)
- Bei Interventionsprojekten sollte ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass auch Männer in nennenswertem Ausmass Opfer werden können. Relativierungen sind strengstens zu unterlassen, da diese Aussagen Männer zusätzlich hindert sich zu melden.
- Bei der Opferhilfe sollten Angebote geschaffen werden, die auf Männer zugeschnitten sind.
- Bei der Prävention sollten ausdrücklich auch Frauen als Täterinnen erwähnt werden.
- Die angebliche strukturelle Diskriminierung der Frauen sollte als Argument in einem Interventionsprojekt prinzipiell ausgeklammert werden.
Anfrage betreffend häuslicher Gewalt in Basel
Anfragen betreffend häuslicher Gewalt hat es auch schon in Basel gegeben:
Dr. Luc Saner (FDP Basel-Stadt) reichte Anfang 2003 eine Interpellationen betreffend "Halt-Gewalt" zuhanden des Regierungsrates ein.
Interpellation FDP 1 [23 KB]
Interpellation FDP 2 [25 KB]
Die Antwort auf diese Interpellationen vom 2003 würde mich interessieren, diese würde ich gerne ins Netz stellen.
Besuchte Veranstaltungen
- Wie viele Männer und wie viele Frauen üben häusliche Gewalt aus? Vortrag von Prof. Dr. Dr. Bock, VeV Aargau, Brugg-Windisch, 29. September 2003
- Büchertisch zum Thema Häusliche Gewalt, Fachstelle für persönliche Beratung, im Rahmen des Jahresprojektes Macht ohnMacht des Bezirks Rheinfelden, Rheinfelden, Mai 2006
- Gewalt beginnt beim ersten Schlag, Männerbüro Basel, im Rahmen des Jahresprojektes Macht ohnMacht des Bezirks Rheinfelden, Kaiseraugst, 08. Juni 2006
- Stoppt häusliche Gewalt, Amnesty International Basel, im Rahmen einer Aktionstournee in der Schweiz, Basel, 06. Juli 2006
- Wenn die Fetzen Fliegen, Vortrag mit Podiumsdiskussion, Fachstelle für persönliche Beratung und Rechtsanwältinnen, im Rahmen des Jahresprojektes Macht ohnMacht des Bezirks Rheinfelden, Rheinfelden, 03. August 2006
- Umgang mit Gewalt in der Jugendarbeit, Peace-Camp, Jugendseelsorge Fricktal, im Rahmen des Jahresprojektes Macht ohnMacht des Bezirks Rheinfelden, Rheinfelden, 20. September 2006
- Psychische Belastung am Arbeitsplatz, GGG Help Basel, im Rahmen des Jahresprojektes Macht ohnMacht des Bezirks Rheinfelden, Stein AG, 06. November. 2006
- Arbeit im Frauenhaus, Häusliche Gewalt, Frauenhaus Aargau, im Rahmen des Jahresprojektes Macht ohnMacht des Bezirks Rheinfelden, Rheinfelden, 12. Januar 2007
- Männerrollen Diskussionsrunde, Selbsthilfegruppe, Verein Basler Männerpalaver, Basel, 14. März 2007
- Typisch Mann?, Erwachsenenbildung BS und BL, im Rahmen des 7. Basler Männertages, Basel, 24. März 2007
- Fachtagung, Tatort Beziehung, Neue Erkenntnisse zur häuslichen Gewalt, Justizdepartement BS, Abteilung Jugend, Familie und Prävention, Basel, 20. April 2007
- Vortrag von Richter Jürgen Rudolph aus Cochem, Deutschland (Gemeinsames Sorgerecht), VeV Schweiz im Rahmen des Internationalen Vätertages, Zürich, 17. Juni 2007
- IEF Institut für systemische Entwicklung und Fortbildung, Hochkonflikthafte Familiensysteme, Zürich, 22. September 2007
- 03. Nov. 2008 in Basel, Walter Hollstein stellte sein neues Buch "Was vom Manne übrig blieb"
Informationsmaterial
Informationsbroschüre des Kantons Basel-Stadt
Broschüre BS [158 KB]
Informationsbroschüre des Kantons Aargau
Broschüre AG [737 KB]
Informationsbroschüre des Kantons Luzern
Broschüre LU [127 KB]
Informationsbroschüre des Kantons Bern
Broschüre BE [127 KB]
Broschüre BE 1 [1'549 KB]
Informationsbroschüre des Kantons Graubünden
Broschüre GR [532 KB]
Informationsbroschüre des Kantons Appenzell Ausserrhoden
Broschüre AR [105 KB]
Begriffsdefinition Baselland
Definition HG BL [29 KB]
Begriffsdefinition Bern
Definition HG BE [19 KB]
Strukturelle Benachteiligung der Frauen
Zum Argument der strukturellen Benachteiligung der Frauen, die immer ins Feld geführt wird habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Während nur von der Benachteiligung der Frauen gesprochen wird, wird die Diskriminierung der Männer totgeschwiegen oder negiert.
Klassisches Beispiel ist die allgemeine Wehrpflicht für Männer welche gleich drei Nachteile vereint. Allem voran die Wehrpflicht selbst weil sie nicht geschlechtsneutral ist. Dann die Erziehung im Militär die alles Andere als demokratisch ist, sowie das trainieren Gewalt anzuwenden. Der Erwerbsunterbruch und evtl. folgende Arbeitslosigkeit werden billigend in kauf genommen. Es scheint mir allzu selbstverständlich, wie sich die Gesellschaft der „Recource Mann“ Bedient, wie das Beispiel Wehrpflicht und Zivildienst zeigt.
Bis vor nicht allzu langer Zeit wurden die Frauen vor den Männern pensioniert, obwohl die Männer eine geringere Lebenserwartung haben. Weiter wäre da die Diskriminierung der Väter betreffend des Sorgerechts für die Kinder wo diese vom Wohlwollen der Mütter abhängig sind. Beim Thema „Kuckuckskinder“ wird der Vogel schlussendlich abgeschossen. Ein Vaterschaftstest wird nur bedingt zugelassen und auch nur mit der Zustimmung der Mutter! Die Begründungen der Politiker sind fadenscheinig wie das Gesetz selbst, das 2006 in Kraft trat. Weiterfahren kann man mit dem Besuchsrecht der Kinder im Scheidungsfall, auch da ist man der Willkür der Mutter ausgeliefert.
Äusserst schockiert bin ich jedoch über die Begründung warum man häusliche Gewalt gegen Männer nicht thematisiert. Das Thema wird ignoriert, weil die Frauen stark unter der strukturellen Diskriminierung zu leiden haben. Ich war an etlichen Fachtagungen und Vorträgen wo regelmässig diese Begründung angeführt wurde. Am Anfang habe ich auch nicht gemerkt was das in letzter Konsequenz bedeutet. Auch die anwesenden Damen und Herren Intellektuellen nickten jeweils bedächtig. Was will das wohl heissen waseli was?
Das heisst, weil sich die Frauen generell benachteiligt fühlen wird über das Thema häusliche Gewalt gegen Männer nicht gesprochen.
Da bleibt mir doch die Spucke weg, das ist unerhört!
Weiter heisst das, weil Politiker und Wirtschaftsleute die scheinbare strukturelle Diskriminierung der Frauen nicht mildern oder beseitigen können, werden männliche Opfer häuslicher Gewalt nicht erwähnt und dadurch auch nicht geholfen. Ich als gewaltbetroffener Mann, Normalbürger und Wehrpflichtiger fühle mich zutiefst hintergangen und veräppelt.
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